Häufige Fragen zum Medien- und Internetrecht (FAQ)
Was ist Medien- und Internetrecht?
Das Medien- und Internetrecht umfasst die gesetzlichen Regelungen für digitale Inhalte, Online-Kommunikation und Medienproduktionen. Dazu zählen u. a. Rechte an Texten, Bildern, Videos, Musik, Social-Media-Inhalten, Websites und Streaming-Diensten.
Welche Bereiche fallen unter das Medienrecht?
- Presserecht und journalistische Veröffentlichungen
- Rundfunk- und Filmrecht
- Rechte an Inhalten auf Social Media und Online-Plattformen
- Persönlichkeits- und Urheberrecht in Medienproduktionen
- Werbung, Sponsoring und Influencer-Recht
Welche Rechte und Pflichten habe ich als Website-Betreiber?
- Impressumspflicht nach §5 TMG
- Datenschutzerklärung gemäß DSGVO
- Kennzeichnung von Werbung oder Affiliate-Links
- Einhaltung von Urheber- und Markenrechten bei Bildern, Texten und Videos
Was muss ich bei Social Media beachten?
- Verwendung fremder Inhalte nur mit Rechteklärung
- Transparente Kennzeichnung von Werbung und Kooperationen
- Keine Persönlichkeitsverletzungen oder beleidigenden Inhalte
- Beachtung von Plattformregeln und AGB
Darf ich Bilder und Videos aus dem Internet verwenden?
- Grundsätzlich nein, wenn sie urheberrechtlich geschützt sind
- Erlaubt nur mit Lizenz oder Genehmigung
- Ausnahmen: gemeinfreie Werke oder gesetzlich erlaubte Nutzung (z. B. Zitatrecht)
Was ist eine Abmahnung im Medien- und Internetrecht?
Eine Abmahnung ist eine schriftliche Aufforderung, ein rechtswidriges Verhalten zu unterlassen und ggf. Kosten zu tragen.
Häufige Gründe: Urheberrechtsverletzungen, Persönlichkeitsrechtsverstöße, Wettbewerbsverstöße oder fehlende Kennzeichnungen.
Wie sollte ich auf eine Abmahnung reagieren?
- Keine voreilige Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung
- Prüfung der Abmahnung durch einen spezialisierten Anwalt
- Gegebenenfalls Widerspruch oder Anpassung der Erklärung
- Risikominimierung bei zukünftigen Veröffentlichungen
Welche Haftungsrisiken habe ich als Betreiber einer Website?
- Urheberrechtsverletzungen (Bilder, Videos, Texte)
- Verletzung von Persönlichkeitsrechten (Fotos, Namen, Zitate)
- Datenschutzverstöße (Tracking, Newsletter, Kontaktformulare)
- Unzulässige Werbung (Schleichwerbung, Affiliate-Links ohne Kennzeichnung)
Welche rechtlichen Vorgaben gelten für Online-Shops?
- Preisangaben und Produktinformationen müssen korrekt sein
- Widerrufsbelehrung und AGB müssen rechtssicher gestaltet sein
- Datenschutzerklärung und Cookies müssen DSGVO-konform implementiert sein
- Werbung darf nicht irreführend sein
Was ist das Internetstrafrecht?
Das Internetstrafrecht umfasst strafrechtlich relevante Handlungen im Internet, z. B.:
- Cybermobbing und Beleidigungen
- Urheberrechtsverletzungen (Filesharing, Streams)
- Betrug, Phishing oder Hacking
- Illegale Downloads oder Uploads
Wann lohnt sich anwaltliche Beratung im Medien- und Internetrecht?
- Bei Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen oder Persönlichkeitsrechtsverletzungen
- Bei Erstellung oder Prüfung von Websites, Social-Media-Kampagnen oder Online-Shops
- Bei rechtlichen Konflikten mit Plattformbetreibern oder Mitbewerbern
- Bei Fragen zu Datenschutz, Tracking, Cookies oder Newsletter
Warum einen spezialisierten Rechtsanwalt beauftragen?
Das Medien- und Internetrecht ist hochkomplex und dynamisch. Ein spezialisierter Rechtsanwalt hilft:
- rechtliche Risiken zu vermeiden
- Abmahnungen abzuwehren
- Verträge, AGB und Datenschutzerklärungen rechtssicher zu gestalten
- sicher in digitalen Medien und Online-Plattformen zu agieren
